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Lexika und Nachschlagewerke

 
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Wikipedia

 

Enzyklopädie des freien Wissens mit derzeit ca. 1,3 Millionen Artikeln in der deutschen Version. Die Besonderheit: nicht ein Verlag oder eine Redaktion betreuen die Inhalte, sondern die Web-User selbst. Das Ergebnis dieser Idee ohne Urheberrechte: Manche Themen und Stichworte sind z.T. äußerst kompetent bearbeitet, andere fehlen.

Wikipedia hat 2008 begonnen, der zunehmenden Qualitätsdebatte (z.B."Freiherr von und zu Guttenberg") mit einem Qualitäts-Sicherungs-System, zu begegnen: Gesichtete und geprüfte Versionen.

Wiki Trust: Firefox- und Safari-Add-on, mit der überprüft werden kann, welche Teile eines Wikipedia-Artikels neu (und damit ungeprüft) sind und welche bereits von vielen Editoren bearbeitet wurden.
 
Wikipedia gibt es auch als kostenlosen Download für den PC oder PDA oder das Handy.
Die englisch-sprachige Version beinhaltet ca. drei Mio Artikel, zudem gibt es Wikis in vielen anderen Sprachen.

Zahlenspiel: Clay Shirky hat errechnet, dass die Erstellung aller Wikipedia-Inhalte einem Zeitaufwand von ca. 100 Mio Stunden entspricht. Das entspräche der Arbeitszeit von 50 Jahren für ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern. Und ist zugleich deutlich weniger, als die Zeit, die alle Amerikaner an einem Wochenende von TV-Werbung berieselt werden. Ungenutzte Potenziale ... ;-)

 
  Wolfram Alpha Lange erwartet ist sie nun endlich online: die "Computational Knowledge Engine", in fünf langen Jahren vom britischen Mathematiker Stephen Wolfram und einem Team von 100 Mitarbeitern entwickelt.

WolframAlpha ist "ANDERS" als jedes andere Suchwerkzeug im Netz. Die Maschine sucht nicht nach den "besten" Webseiten zu einer Frage, ist demnach nicht eine Suchmaschine wie Google & Co. - sie liefert keine Trefferlisten, sondern versucht, direkt Antworten auf Fragen zu geben. Dazu bedient sie sich aus einem Bestand hochwertiger und vorab verifizierter Quellen und versucht aus den Anfragen mögliche Erkenntnisziele zu identifizieren und mit Hilfe von Modellen zu beantworten.

Es wird wohl einige Zeit dauern, bis man beurteilen kann, wie und wozu diese Maschine in der journalistischen Recherche ihren Platz findet. Klar dürfte schon jetzt sein, dass die Zahl der zugrunde gelegten Quellen und damit die Aussagerichtung der Maschine begrenzt ist: naturwissenschaftliche Phänomene dominieren die Anwendungen.

Dennoch: ein erster Blick auf ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten hat mich mehr als erstaunt - das Einführungsvideo ist sehr empfehlenswert!

 
  Wissen.de die Bertelsmann-Site mit umfangreichen Nachschlagewerken: Lexikon, Chronik, Wörterbücher, Rechtschreibung, Fremdsprachenlexikon, Lerneinheiten für Schulstoff... sehr zu empfehlen!  
  Google Scholars Nicht wirklich ein echtes Nachschlagewerk, sondern eine Google-Suche über definierte wissenschaftliche Quellen.  
  Encyclopedia Britannica Die online-Version des kompletten Standard-Nachschlagewerkes - eine 1a-Quelle für Hintergrundrecherchen. Die EB weiß - ähnlich wie Brockhaus - noch nicht, wie sie der Bedrohung durch das Netz entgehen kann: komplett öffnen, nur für Käufer der Print-Ausgabe, nur für Abonennten?
Kostenlos ist derzeit nur der erste Absatz der Fundstelle, nicht der gesamte Artikel. Liest man weiter, wird man zu einer kostenlosen 30-Tage-Probierphase eingeladen.

'Wikipediasierung': Seit Anfang 2009 integriert EB auch die Beiträge von Usern - allerdings nur aus der Abonnentenschaft und mit anschließender redaktioneller Prüfung.

 
   Brockhaus

Brockhaus hat kein echtes Konzept und steht damit stellvertretend für die gesamte Print-Branche: Die online-Version des Nachschlagewerks steht nur Käufern der Druckversion zur Verfügung.

 
       

 

 

 

 

 

 

 
 

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